Ellingen (mar). Anfang September wurde der Sud eingebraut, nun wurde das Geheimnis um die neue, kalt gehopfte Bierkreation in Ellingen enthüllt: Die Schlossbrauerei Fürst Carl hat einen neuen Bierstil ins Sortiment aufgenommen, ein Franken Ale.

Das helle, bernsteinfarbene und naturtrübe, von Braumeisterin Nina Kolb kreierte Ale begeistert die Biersommelière Sabrina Müller: „Die Nase nimmt im Geruch den Duft von Birne und Quitte wahr. Der Körper des Ales zeigt sich schlank und überzeugt im Geschmack mit fruchtigen, herb-frischen Komponenten. Die frische Rezenz und der fein-bittere Nachtrunk runden das Franken Ale perfekt ab.“ Mit der neuen Kreation nutzte Fürstin Katalin von Wrede die Gelegenheit, auch eine Vision zu teilen. „Wir wollen diese Brauerei in die erfolgreiche Zukunft führen – für mindestens die nächsten 300 Jahre“, erklärte sie und ergänzte auch gleich wie: „Indem wir das tun, was wir gut können – und das sind erstklassige Biere.“ Dabei will sich die Schlossbrauerei auch weiterhin auf ihr traditionelles Handwerk und ihre Regionalität besinnen. Denn auch für das Franken Ale stammen die Zutaten wie der Aromahopfen „Hallertauer Mittelfrüh“ von Brauerkollegen Karl Schmidtlein aus Ellingen und der nahen Umgebung. Damit, so könnte man meinen, springt die Schlossbrauerei auf den Zug der sogenannten Craft Biere auf. „Fränkische Brauereien sind eigentlich schon Craft Brewer“, sagte Brauereidirektor Werner Sauer dazu. „Wir wollen das jetzt einfach konsequent durchziehen und handwerklich gemachte Biere präsentieren.“ Denn nichts anderes bedeutet Craft Bier. Gleichzeitig versprach Sauer, dass dies nicht die letzte Kreation gewesen sein wird. Auch sonst tut sich einiges in der Ellinger Brauerei. So wird aktuell das Sudhaus umgestaltet, um für Veranstaltungen genutzt werden zu können, und es soll ein Brauereishop entstehen. Dadurch soll die Schlossbrauerei zu einer echten Erlebnisbrauerei umgewandelt werden.

WochenZeitung Weißenburg